Waldschlößchen Schierke

Chronik des Hauses

Eine lange Geschichte...

Ein altes Gemaelde des Buergermeisterhauses

Das Bürgermeisterhaus

Schierke, bislang zum Gutsbezirk des Fürstenhauses Stolberg/Wernigerode gehörig, erhielt vom Fürsten Land, wodurch ab 1921 eine Selbstverwaltung Schierkes möglich wurde.

Die damit einhergehende Wahl eines Bürgermeisters fand am 1. Mai 1921 statt. Erster Bürgermeister wurde der seit 1912 tätige Amtssekretär Rudolph Schellpfeffer. Herr Schellpfeffer ließ sich unterhalb des Ottoweges nach der noch geltenden Bauschutzordnung der „Fürstlichen Kammer” eine Villa bauen, die er bis 1945 bewohnte.
— Die Einheimischen sprechen seither schlicht vom Bürgermeisterhaus —

DDR-Zeit

Nach 1945 wurde das Haus kurzzeitig von verschiedenen Menschen bewohnt, bis schließlich als letzter hier wohnender Bürgermeister Wilhelm Obendieck einzog. Für die Witwe Obendieck wurde das Haus später zu groß. Deshalb formten sich Überlegungen zur Einrichtung einer Kinderkrippe. 1959 wurde zunächst eine Kinderkrippe in den unteren Räumen eingerichtet — es wurden Kinder bis zum 3. Lebensjahr hier betreut. Bald stand das ganze Haus als Kinderkrippe zur Verfügung. Es wurde im Innen- und Außenbereich kinderfreundlicher umgestaltet und erhielt an der rechten Seite einen Erweiterungsbau. Dieser wurde ursprünglich als Katastrophenschutzraum erbaut, stand aber dann doch der Einrichtung zur Verfügung — die Kinderzahlen stiegen an.

Ein altes Foto des Buegermeisterhauses

Nach der „Wende”

Infolge der politischen Wende wurde das Haus 1991 geräumt und stand baldigst zum Verkauf.

Familie Jan Schur erwarb 1995 das Haus mit der Absicht, ein Sporthotel zu bauen. Am 19. Dezember 1996 eröffnete Jan Schur sein Hotel unter dem Namen „Täves Sporthotel” — er warb mit dem Namen seines Vaters, dem Friedensradrennfahrer (Warschau–Berlin–Prag).
Aber bereits einige Jahre später musste er mit dem unvollendeten Bau Insolvenz anmelden. Die Immobilie wurde zwangsversteigert. Kurzfristig im Besitz der Famile Falk Mook kaufte es Thomas Hübscher und übernahm es als Hotelier.

Nachtaufnahme des Hotels

Der Hotelbetrieb geht weiter

Der Bau wurde fertiggestellt und das Haus wirbt seit dem 23. August 1999 unter dem Namen „Waldschlößchen Schierke" um die Gunst der Gäste. Es ist mit modernem italienischem Design ausgestattet.
Das nette kleine Hotel der Familie Hübscher steht nun allen Gästen, Einheimischen und dem Wanderfreund offen. Dem Gast stehen 28 moderne Komfortzimmer mit Dusche/WC, Kosmetikspiegel, Haarfön, Radio, ISDN-Selbstwahltelefon, Faxanschluß und Sat-TV, sowie eine Junior-Suite zur Verfügung.
Alle Zimmer sind seit dem 5. August 2000 bequem per Aufzug zu erreichen. Das Restaurant ist in der Jugendstilvilla untergebracht, ein Seminarraum, ein Club- und Freizeitraum sowie eine Sauna nebst Tauchbecken und Ruhezone sorgen für das Wohlergehen der Gäste. Für die Sommermonate ist seit Mai 2000 hinter der Villa direkt am Wanderweg zum Brocken eine geräumige Gartenterasse eingerichtet.

Familie Hübscher ist bemüht mit Ihren Ideen das Ansehen und das Angebot des Brockenortes Schierke — ihrer neuen Heimat — zu heben.